Wir stehen ihnen das ganze Jahr mit unserem Wissen, Können und unseren Erfahrungen zur Verfügung.
 
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Geschäftsbericht 2010

Vorgestellt zur Mitgliederversammlung am 6. Mai 2011 von Adalbert Binder im Namen des Vorstandes

"Alter ist nichts für Feiglinge", sagte vor knapp zweihundert Jahren der königlich-preußische Leibarzt Christoph-Wilhelm Hufeland!

Dieses Zitat hat an Aktualität nichts verloren. Auch heute erleben wir, wie schwer sich manche Bürger tun im Ruhestand anzukommen; ihn zu akzeptieren, bereit zu sein in der zweiten Reihe zu sitzen, entspannt zuzuhören und nicht sofort um das Wort zu bitten.

Dieses Verhalten zeigt uns aber auch, dass Altersbilder vielfältig sind, nicht "zwangsläufig" und "naturgegeben" vorhanden, sondern sie sind soziale Konstruktionen. Das sollten wir bei der Bewertung berücksichtigen. Alter und Älterwerden verdient eine ständig neue Betrachtung und nicht die Fokussierung auf Fürsorge und Hilfsbedürftigkeit.

Doch wer "seinen" Weg im Alter gefunden hat, dem öffnet sich, vor allem durch ehrenamtliches Engagement ein Betätigungsfeld, welches glücklich macht und den "Herbst" des Lebens vielfach bereichert.

Die Mitglieder, Förderer, Freunde und Mitarbeiter des Vereins dürfen auf ein erfolgreiches, spannendes Jahr 2010 zurückblicken.

So haben wir mit dem Klinischen Ethikkomitee ein neues, für alle interessierten Bürger wichtiges Projekt entwickelt und umgesetzt. Es trägt den Namen: "Initiative SELBST BESTIMMEN". Beratungsangebote zu Vorsorgenden Verfügungen im Gesundheitsbereich. Durch diese Aktivität konnten wir weitere Mitglieder, Förderer und Freunde gewinnen.

Beispielsweise dürfen wir uns über eine finanzielle Unterstützung aus der HELMUT und FRIEDA -MOGLER-STIFTUNG freuen. Für die erfolgreiche Umsetzung unserer vielfachen Aufgaben ist diese finanzielle Unterstützung von großer Bedeutung. Der Verein "Senioren für Andere" bedankt sich beim Vorstand der Stiftung, Werner Wittmann, der sich selbst bei der Initiative "Selbst bestimmen" als Berater und Referent engagiert.

Das Seniorenbüro ist bei diesem Projekt zu einer wichtigen Koordinationsstelle für Ratsuchende und Berater geworden. In den ersten 5 Monaten wurden im Seniorenbüro etwa 200 Beratungsge-spräche mit über 400 Personen geführt. Außerdem sind 15 Vortragsveranstaltungen vorbereitet worden an denen 850 Personen teilgenommen haben.

Die Ratsuchenden, die zwischen 35 und 90 Jahre alt sind, kommen aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn und u.a. aus Böblingen, Ludwigsburg und Stuttgart. Das Seniorenbüro hat die Möglich-keit Beratungsgespräche auch am Abend oder an Wochenenden anzubieten.

Die INITIATIVE genießt bereits nach kurzer Zeit ein beachtliches Ansehen. Unser Konzept, ist überlegt, sorgfältig durchdacht und stellt an sich selbst hohe Ansprüche. Jeder Berater bringt jährlich etwa 100 Stunden ehrenamtlich ein. Von den Ratsuchenden erfahren sie dafür Dankbarkeit und Anerkennung. Eine Ratsuchende drückte das mit folgenden Worten aus: "Allein schon die Idee hat einen Preis verdient". Das ist ein nettes Kompliment für alle Berater, die Initiatoren und den Sprecher der Initiative.Im laufenden Jahr verstärken wir unsere Aktivitäten durch ein umfangreiches Vortragsprogramm. Mit 8 bis 10 Referenten sind wir in der Lage vielen interessierten Bürgern die Änderung des Patientenverfügungsgesetzes vom 01.09.2009 vermitteln zu können.

Der Gesetzestext lautet: "Der Wille des Patienten ist verbindlich bis zum Lebensende, und was jemand festgelegt hat für den Fall, dass er sich nicht mehr äußern kann, das muss der Arzt beachten". Aufgabe der Berater ist es, dem Ratsuchenden bei der persönlichen Auseinander-setzung mit Krankheit und Sterben, eine Hilfe zur Orientierung zu geben.

Ein weiteres Projekt, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist der Internationale Gesprächskreis. Einmal wöchentlich trifft sich Frau Marianne Heiber mit 15 Bürgern aus 7 Nationen um sie bei der Erlernung der deutschen Sprache zu unterstützen.

Neben der erfolgreichen Entwicklung der Arbeitskreise: Hausaufgabenbetreuung, Kinderbetreuung, Besuchsdienste, Museum- und Theaterkreis, Musik -und Literaturkreise, "Grüne Damen" im Klinikum, Archäologie, Zeitzeugen, Computerkreis u.a.m. möchte ich die Arbeitskreise "der goldene Herbst" und "Mein Geld - Teufelskreis Überschuldung" besonders erwähnen.

Über Sicherheit im Alter "der goldene Herbst" ein Projekt, das wir mit der Kripo Heilbronn 2005 entwickelt haben, haben wir 2010 bei 25 Veranstaltungen - in Stadt und Land - referiert. Etwa 1000 Bürgern konnten wir wichtige Hinweise geben, was z.B. bei Haustürgeschäften, Kaffeefahr-ten, Gewinnmitteilungen, Enkeltrick zu beachten ist.

Wichtig für die Bürger ist auch zu wissen, wie Gauner ihre Opfer angehen, und wie sich Betroffene vor und nach der Straftat richtig verhalten.

Das Unterrichtsthema: "Mein Geld - Teufelskreis Überschuldung", haben wir in Gymnasien, Berufsschulen, Hauptschulen, Real- und Förderschulen behandelt. In 25 Doppelstunden konnten wir etwa 650 Schülern das Unterrichtsthema vermitteln. Bei Schülern, Lehrern und Eltern erfahren wir eine positive Resonanz. Wir bedanken uns bei der HEILBRONNER STIMME, die das Projekt 2010 finanziell unterstützt hat.

Unsere Bitte: wir brauchen zur weiteren Umsetzung Ihre Hilfe. Für beide wichtigen Projekte fehlen uns Referenten. Aber auch für die Kinder- und Hausaufgabenbetreuung bitten wir Sie um Unterstützung. Wenn Sie Interesse haben, bitte melden Sie sich im Seniorenbüro. Gerne besprechen wir mit Ihnen alle Details.

Über alle weiteren Aktivitäten im Verein "Senioren für Andere" und dem Seniorenbüro, von Stockport, über Wissensbörse bis zur Sommerakademie 2010/2011 wird Ihnen die Geschäftsführerin, Frau Schönfeld, berichten.

Der Verein "Senioren für Andere" wird auch in diesem Jahr dem Gemeinwohl dienen.

Kreativ und engagiert, dankbar für kritische Impulse von außen, werden wir unsere inhaltliche und praktische Arbeit fortsetzen. Die ganze Vielfalt von Erfahrungswissen und Können der 350 im Verein "Senioren für Andere" engagierten Bürger, bieten wir gerne zum Nutzen anderer an.

Im Namen des Vorstandes danke ich allen herzlich für die ausgezeichnete Arbeit im vergangenen Jahr.

Hervorheben darf ich die besonderen Leistungen unserer hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Petra Schönfeld und Margarete Schoensee. Ohne ihre ständige Bereitschaft neue, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, wäre das Seniorenbüro kaum noch steuerbar. Nochmals unser aller Dank! Auch für die angenehme Zusammenarbeit.


ADALBERT BINDER
im Namen des Vorstands

Seniorenbüro Heilbronn
Cäcilienstr. 1 74072 Heilbronn
Tel: 07131 - 96 28 31 Fax: 07131 - 96 24 82 E-Mail: verwaltung@senhn.de
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 8.00-12.00 Uhr und 14.30-17.00 Uhr und Freitag von 8.00-12.00 Uhr

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