Wir stehen ihnen das ganze Jahr mit unserem Wissen, Können und unseren Erfahrungen zur Verfügung.
 
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Grundsätzliche Ausführungen über Aufgaben und Ziele des Vereins "Senioren für Andere" Heilbronn

Zuerst zum Ausgangspunkt der Gründung des Vereins "Senioren für Andere",(SfA) der in seiner Aufgabenstellung mit keinem anderen Verein vergleichbar ist.

1992 unter der Regierung Kohl wurde das Ministerium für Familie, Jugend, Senioren, dem Frau Nolte als Ministerin vorstand, gebeten, einen Ideenwettbewerb in 100 Städten zu starten mit dem Ziel, wie das Wissen und die Lebenserfahrung von Menschen, die durch Frühverrentung aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, erhalten und nützlich gemacht werden kann.

Für die Stadt Heilbronn übernahmen Dekan Gerhard Simpfendörfer, Hubert Bläsi, Elisabeth Pfister, Hildegard Huppke und Lydia Rothfuß die Aufgabe einer Konzept- und Projektentwicklung. Unter der Bezeichnung "Senioren für Andere" wurde ein Verein gegründet.

Als erstes Projekt wurde die Wissensbörse, wo zwischenzeitlich etwa 100 Beratungs- Hilfs- und Vortragsangebote aus allen Bereichen nachgefragt oder angeboten werden, als zweites der Besuchsdienst in Pflegeheimen und Seniorenstiften aus der Taufe gehoben.

1993 ging Heilbronn als eine von 28 Städten als Sieger aus dem Wettbewerb um die Einrichtung eines Seniorenbüros hervor. Die Gründung des Vereins SfA wurde als eine besonders gute Idee gewürdigt.

Während einer vierjährigen Aufbauphase wurde das Seniorenbüro durch einen Bundeszuschuss als Anschubfinanzierung unterstützt. Danach wurde der Weiterbestand von Büro und Verein durch einen beachtlichen Zuschuss der Stadt Heilbronn und die Bildung eines Förderkreises gesichert, der durch Spender ergänzt wird.

Der Zuschuss der Stadt beträgt etwa 50% unseres jährlichen Haushaltes.

Die Satzung des Vereins legt fest: "Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Er ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele".

Das Projekt Seniorenbüro des Vereins SENIOREN FÜR ANDERE wird so beschrieben: "Es geht darum die persönlichen Fähigkeiten von Menschen im "Dritten Lebensabschnitt" zu fördern und ihnen zu ermöglichen, ihr Erfahrungswissen und Können für das Gemeinwohl einzusetzen".

Die Aufgabe für den Einzelnen sollte zeitlich und kräftemäßig überschaubar und begrenzt sein.
Die Arbeit muss Freude machen und Gemeinschaft vermitteln.

Jeder der diesen Sinn begreift, ist willkommen. Jeder ist so wichtig wie der andere. Jeder bringt etwas mit, was ein anderer nicht hat, und jeder braucht eine Dosis an Bedeutung für andere; denn kein Bürger kann 100 % Freizeit leben.

Wer nur sein Ego pflegt, dem bleibt in aller Regel der Weg in die Vereinsamung nicht erspart.

Für alle Mitwirkenden im Verein "SfA" gilt unumstößlich: Der Umgang miteinander ist ausgeprägt verbindlich. "Keiner ist des einen Herr, und niemand ist des andern Knecht!"

Aus dem Verein ist zwischenzeitlich eine Institution von und für Senioren geworden.
In den 22 Arbeitskreisen und der Wissensbörse sind über 250 Senioren ehrenamtlich tätig. Der Nutzen aus unserer Arbeit kommt einigen Tausend Menschen im Jahr zugute.

Durch die Aktivierung bestehender und die Gründung neuer Arbeitskreise, wie der GOLDENE HERBST, TEUFELSKREIS ÜBERSCHULDUNG, INITIATIVE "Selbst Bestimmen", werden wir immer bekannter und erfahren eine überaus positive Zustimmung. So war der Verein SfA bei der Konzeptentwicklung für die Sommerakademie 2010 maßgeblich beteiligt. Mit unserer Hilfe wird auch die Sommerakademie 2011 vorbereitet.

Da wir wissen, dass eine Idee nie perfekt ist, dürfen kontroverse Diskussionen nicht ausbleiben. Eine von sachlichen Argumenten getragene Debatte ist immer hilfreich.

Nochmals zurück zur Präambel und zum besseren Verständnis wenige Bemerkungen dazu:

1. Ehrenamt und Geld schließen sich beim Verein SfA grundsätzlich aus. Ausnahmen sind so zu regeln, dass es auch später bei einer Prüfung keine "unangenehmen" Überraschungen gibt.

2. In der ehrenamtlichen Tätigkeit gibt es keine disziplinarische Kompetenz, kein Anweisungsrecht, keine Zurechtweisung. Das bedingt; wir ertragen uns gegenseitig in Toleranz! Das ist unser Geist!

3. Die Übernahme einer ehrenamtlichen Aufgabe im Verein gilt auch mit Zustimmung durch den Vorstand, nur de facto, aber nicht de jure. Niemand ist in "Fesseln" gebunden! Trotzdem sind Zuverlässigkeit und Stetigkeit bei der Mitarbeit erwünscht.

4. Der Vorstand muss bei jeder Entscheidung die möglichen Außen - und Innenwirkungen für den Verein bedenken. Es darf also keinen Verein "im Verein" geben.

So haben wir z.B. bei der INITIATIVE "Selbst Bestimmen", wo das Beratungsgespräch im Durchschnitt über einen Stunde dauert, festgelegt, dass die Beratung kostenfrei ist. Wir wollen nicht in eine eventuell spätere Diskussion über Geld kommen. Die Aufgabe der Berater, zwischenzeitlich 50 Personen aus allen Berufs- und Altersgruppen, die strikt an die Satzungen des Klinischen Ethik Komitees (KEK) und des Vereins SfA gebunden sind, ist ausschließlich darauf gerichtet, dem Ratsuchenden eine Hilfe zur Orientierung zu geben.

Wir wollen lautlos helfen und nicht belehren. Das ist unser Stil!

Als Senioren sind wir wichtig, aber nicht mehr notwendig. Wir wollen akzeptieren, dass uns der Sitz in der zweiten Reihe auch gefällt. Wir bieten unsere Erfahrungen gerne an, sind aber nicht verzweifelt, wenn diese einmal nicht abgerufen werden.

Täglich erfahren wir: wer im Ruhestand ankommen will, muss bereit sein, sich von vielen seiner bisherigen Erfahrungen zu lösen. Erst dann macht der Ruhestand wirklich Spaß! Was zählt ist die Bereitschaft zum Engagement für andere. Diese lässt sich nicht an Zahlen messen.

Adalbert Binder, Vorsitzender des Vereins "Senioren für Andere"

Seniorenbüro Heilbronn
Cäcilienstr. 1 74072 Heilbronn
Tel: 07131 - 96 28 31 Fax: 07131 - 96 24 82 E-Mail: verwaltung@senhn.de
Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag 8.00-12.00 Uhr und 14.30-17.00 Uhr und Freitag von 8.00-12.00 Uhr

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